Diese 3 Worte ruinieren dein Marketing
Du liest sie jeden Tag. Auf Websites, in Beiträgen, auf LinkedIn-Profilen. Du benutzt sie wahrscheinlich selbst.
Und jedes Mal, wenn dein Kunde sie liest, passiert etwas in seinem Kopf. Er spürt eine Distanz, ohne genau zu wissen warum. Und scrollt weiter.
Drei Worte. Drei falsche Bilder.
„Helfen“
Dienstagmorgen, 9 Uhr. Zoom-Call. Ein Geschäftsführer aus dem Maschinenbau, will frischen Wind in seinen Vertrieb bringen. Er hat sich drei Anbieter angeschaut. Auf allen drei Websites stand: „Wir helfen Ihnen, mehr Kunden zu gewinnen.“
Er hat bei keinem angefragt.
Als ich ihn gefragt habe warum, sagte er: „Die klangen alle gleich. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, die halten mich für unfähig.“
Und so reagieren viele. „Helfen“ erzeugt ein Bild mit zwei Rollen. Einer, der oben steht. Einer, der es alleine nicht schafft. Und kein Geschäftsführer will der sein, dem geholfen werden muss. Er sucht einen Vorsprung. Keine Hilfe.
Stell dir vor, auf einer der drei Websites hätte gestanden: „Deine Interessenten sagen nicht mehr 'Wir melden uns', sondern 'Wann können wir starten?'“
Nur ein anderer Satz auf der Website. Und der Geschäftsführer hätte angefragt.
„Lernen“
Jetzt wird es tricky. Denn natürlich wollen Menschen lernen. Du liest Bücher, hörst Podcasts, gehst auf Konferenzen. Lernen an sich ist kein schlechtes Wort.
Aber es wird eins, sobald dir jemand etwas verkaufen will.
„Du lernst, selbstbewusster zu verkaufen.“
Lies den Satz nochmal. Was siehst du? Einen Weg. Etwas, das du dir erst erarbeiten musst.
Der Unterschied: Wenn du selbst ein Buch aufschlägst, ist Lernen freiwillig. Selbstbestimmt. Wenn es auf einer Angebotsseite steht, wird es zur Bedingung. Zum Aufwand zwischen dir und dem Ergebnis. Und je mehr Aufwand zwischen dir und dem Ergebnis steht, desto unattraktiver wird das Angebot.
Dein Kunde will nicht lernen, selbstbewusster zu verkaufen. Er will, dass seine nächsten Gespräche öfter zum Ja führen. Das ist das gleiche Ergebnis.
Und Menschen kaufen Ziele, keine Wege.
„Arbeiten“
„Wir arbeiten an deiner Positionierung.“
Es gibt Branchen, in denen Arbeit ein Qualitätsmerkmal ist. Handwerk, Manufaktur, tiefe Beratung. „Wir machen die Arbeit, die andere sich sparen“ kann ein starkes Versprechen sein.
Aber auf einer Angebotsseite für Dienstleistung passiert etwas anderes. „Arbeiten“ zeigt nicht Qualität. Es zeigt Aufwand. Und zwar deinen Aufwand als Kunde.
Eine Beraterin im B2B, die ihren Relaunch plant, liest „Wir arbeiten gemeinsam an deiner Positionierung“ und denkt: Noch ein Projekt. Noch etwas auf meiner Liste.
Was sie eigentlich will: Klarheit. Dass Kunden sie finden und sofort verstehen, was sie anders macht.
„Du bestimmst, mit wem Du arbeitest. Nicht umgekehrt.“
Ein Ergebnis, das man haben will.
Das Muster
Drei Worte, derselbe Fehler: Sie beschreiben, was du tust. Nicht, was sich für deinen Kunden verändert.
Nimm dein letztes Angebot oder deine Website. Such nach diesen drei Worten. Und wo du sie findest, frag dich, welches Bild sie im Kopf deines Kunden erzeugen – und ob er sich dort als jemand sieht, der stärker wird.
Marketing, das nicht verkauft, ist Deko.
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